Der Künstler „HERO“ zu seinem Zugang zur Kunst:
Die Kunst dient mir zur Erfüllung, der „Spaßfaktor” ist mir dabei von entscheidender Bedeutung.
Aber auch, wenn mich irgendetwas belastet nütze ich meine künstlerischen Fähigkeiten, um mich mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen und einen neuen Ansatz zur Lösung eines Konfliktes zu finden, einen anderen Blickwinkel.
Ich male immer themenbezogen, meist darstellend. Aber in meinen Kunstaktionen in Schulen male ich gerne Kollagen und Assemblagen mit sehr viel Acryl und mit den unterschiedlichsten Materialien und Gegenständen.
Am liebsten erzähle ich mit meinen Bildern Geschichten, die mich eben – aus welchem Grund auch immer – berühren. Manchmal male ich impulsiv, dann entstehen auch große Werke unter einer Stunde, manchmal ist mir danach, einer Sache mehr Detail zu schenken. Erfolgreich habe ich mich immer dagegen gewehrt, in eine bestimmte Stilrichtung eingeordnet zu werden. Warum soll ich mich selbst in den Möglichkeiten beschneiden, die die Welt der Materialien und Stilrichtungen zu bieten hat?
Ich bewahrte mir immer die Freiheit, themen- und stimmungsbezogen je nach Lust und Laune unterschiedliche Techniken, Stilrichtungen und Materialien einzusetzen.
Meine liebsten Lehrmeister sind das Beobachten, die Auseinandersetzung mit den Elementen und das Experimentieren mit Farben und Gegenständen. Situationsbezogen besitze ich beinahe ein fotografisches Gedächtnis, Momente prägen sich in meinem Gedächtnis fotografisch ein. Ich bin ein absoluter Genießer, genieße es, Bilder, die in meinem Kopf entstehen entweder für mich selbst zu behalten oder künstlerisch umzusetzen.
Je nach Thema arbeite ich mit Öl oder Aquarell, mit Acryl oder Farbsprays, mit Ton oder sonstigen Modelliermaterialien, arbeite gerne auch echtes Blattgold in meinen Kunstwerken ein. Gerne verwende ich in meinen Kunstwerken auch spezielle Materialien, die mir persönlich sehr viel bedeuten, z.B. echtes Gold, Swarovski Kristalle, die einen besonderen Glanz besitzen oder echten Sand aus der Wüste Dubai, den ich eigens zu diesem Zweck importierte. Das verleiht meinen Kunstwerken für mich persönlich ein wertvolles Gefühl. Ich arbeite mit den Materialien, die ich schätze, die mir etwas bedeuten.
Jedes meiner Werke ist für mich von persönlicher Bedeutung, trenne mich auch nicht leicht davon.
Manchmal male ich kindlich naiv, manchmal zeichne ich Cartoons, zeitweise male ich im Stil des Pop Art, dann wieder fotorealistisch und dann wieder eher expressionistisch, mal mit der Spachtel, mal mit dem Pinsel aber auch zeitweise aktionistisch mit den bloßen Händen, mit denen ich ganz wild die Farbe auf der Leinwand verteile, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. Auch die Fotografie ist seit meinem 14. Lebensjahr eine meiner großen Leidenschaften.
Nachdem mein Stiefgroßvater ein absolut exzentrischer freischaffender Künstler war (sehr viele seiner Werke sind in Kunsthäusern und Museen in Ungarn ausgestellt), der mit seiner Familie mit Zigeunerkolonien durch Ungarn zog und mein Vater als Kind darunter sehr leiden musste, drängte er mich, einem „normalen” Beruf nachzugehen. Zeitgleich freute er sich aber auch immer über meine künstlerischen Erfolge, die ich neben meiner sonstigen beruflichen Tätigkeiten immer hatte.
Zahlreiche Ausstellungen in Nord Amerika und Europa waren die Folge.
Für die Beharrlichkeit seiner Empfehlung bin ich meinem Vater immer dankbar gewesen. Denn dadurch hatte ich die Möglichkeit, sehr vielen, sehr interessanten beruflichen Tätigkeiten nachzugehen, durch die ich einen reichen Schatz an Lebenserfahrung erlangen konnte, war dadurch auch immer finanziell gänzlich ungebunden, konnte meine eigene Art des Malens entwickeln, die aus meinem Inneren kommt und musste nie darauf achten, was den anderen Leuten gefällt, sondern konnte stets so malen, wie es mir selbst gefällt.
So bin ich wohl zum Lebenskünstler mutiert ... |